Baurecht in Deutschland

Baurecht in DeutschlandDas Baurecht in Deutschland wird in privates und öffentliches Recht unterteilt. Innerhalb des öffentliches Rechtes wird nochmals zwischen Bauplanungs- und Bauordnungsrecht unterschieden. Im Bauplanungsrecht sind die Normen verankert, welche die Bebaubarkeit von Grundstücken regeln. Die Verordnung legt fest ob, was und wieviel gebaut werden darf. Das Bauplanungsrecht enthält die jeweiligen Regeln der einzelnen Gemeinden.

Das Bauordnungsrecht konkretisiert die näheren Vorschriften für einzelne Bauvorhaben. Es legt die Sicherheitsstandards aber auch die Gestaltungsmöglichkeiten fest. Mit dem Bauordnungsrecht nehmen die Kommunen direkt Einfluss auf die Entwicklung des Ortsbildes. Das Bauordnungsrecht regelt darüber hinaus die Standardsicherheit von Gebäuden, die Beschaffenheit der Baumaterialien sowie die Mindestanforderungen an Aufenthaltsräume und Wohnungen. Das öffentliche Baurecht in Deutschland ist die Voraussetzung für die Erteilung einer Baugenehmigung.

Zum Baurecht in Deutschland wird auch das Baustrafrecht gezählt. Im engeren Sinne zählen dazu alle Taten nach §319 StGB, die zu Baugefährdungen führen. Auch Umweltdelikte, die ein Bauherr verursacht, werden dem Baustrafrecht zugeordnet. Im weiteren Sinne zählen auch die Fälle der Wirtschaftskriminalität durch Betrugshandlungen am Bau zum Bereich des Baustrafrechtes.

Insbesondere in einer Stuttgarter Zeitung waren in letzter Zeit vermehrt Berichte über Verstöße gegen das Baurecht in Deutschland zu lesen, welche insbesondere in der drei Millionen einwohnerstarken Wirtschaftsregion Stuttgart stattfanden.

Das private Baurecht in Deutschland fällt in den Bereich des Zivilrechtes. Die wichtigsten Punkte sind dabei der Bauvertrag und der Architektenvertrag. Im Bauvertrag werden die Leistungen des Bauherren und des bauausführenden Unternehmens genau spezifiziert. Dies betrifft insbesondere die Zahlungsverpflichtungen des Auftraggebers und die Mängelbeseitigung sowie die Gewährleistung seitens des Auftragnehmers. Es gibt keine gesetzlichen Formvorschriften für einen Bauvertrag. Grundlage sind jedoch immer die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches. Ist mit einem Bauvertrag der Kauf eines Grundstücks verbunden, bedarf dieser zwingend der notariellen Beurkundung.

Der Architektenvertrag regelt vornehmlich die Haftungen des Architekten und dessen Aufgaben. Ebenfalls dem privaten Baurecht in Deutschland werden die Nachbarschaftgesetze der einzelnen Bundesländer zugeordnet.


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