MassivhäuserMassivhäuser: Stein auf Stein zum Eigenheim

Ein Haus zu bauen, ist für die meisten Menschen eine bedeutsame Entscheidung. Verständlicherweise wollen die meisten Bauherren den Weg zum Eigenheim möglichst kosten- und zeitsparend gehen. Bereits im 12. Jahrhundert entstanden die ersten Fachwerkhäuser, die als Vorläufer heutiger Fertighäuser gelten. Die Holzbalken wurden auf das jeweilige Fundament vorgefertigt geliefert. Britische Baumeister entwickelten Holzhäuser aus fertigen Bauteilen, eine Technik, die später in großem Stil bei der Besiedlung Amerikas angewandt wurde. Auch das italienische Universalgenie Leonardo da Vinci entwarf bereits um 1.500 die Idee eines flexiblen Fertighauses, das nicht gänzlich auf der Baustelle entstand, sondern vorher zu Teilen zusammengefügt wurde.

Heute setzten auch hierzulande viele Bauherren auf Fertighäuser, wobei der Trend zum Massivhaus anhält. Als Massivhäuser bezeichnet man alle Bauten, die Stein auf Stein gemauert werden. Dies ist zwar etwas kostenintensiver und dauert auch länger als der Aufbau reiner Fertighäuser, bei denen alle Bauteile komplett in der Werkshalle montiert werden und dann vor Ort nur noch zusammengefügt werden. Dafür sind Massivhäuser für das hiesige Klima deutlich besser geeignet: Im Sommer ist es im Haus angenehm kühl, da das dicke Mauerwerk die Hitze nur langsam ins Haus lässt und abends nach Innen abgibt. Im Winter bleibt die Heizungswärme länger im Haus, so sparen Sie Energie und Heizkosten . Auch die Schalldämmung ist wesentlich besser, was besonders bei Mehrfamilienhäusern oder in dicht besiedelten Gebieten ein großer Vorteil ist.
Außerdem sind Massivhäuser wesentlich flexibler und individueller: Egal, ob Sie einen Bungalow, ein Ein- oder Mehrfamilienhaus errichten wollen, bei Massivhäusern können Sie dies meist mit einem Architekten Ihrer Wahl gemeinsam planen. Statt vorgefertigten Kataloglösungen können Sie Ihr Traumhaus so nach eigenen Vorstellungen mitgestalten.

Für Massivhäuser werden heute verschieden Steine verwandt: Besonders gängig sind neben Back- oder Ziegelsteinen auch Bimsstein, Gas- oder Porenbetonsteine, Kalksandstein und Hochlochziegel. Im Zug der CO2-Diskussionen gewinnt der so genannte U-Wert, benannt nach dem Wärmedurchgangskoeffizient U des Materials an Bedeutung. Außenwände werden zumeist mit Wärmedämmziegeln in 30 bis 36,5 Zentimeter Dicke errichtet, moderne Ziegel haben Nut und Feder, sind komplett durchgebrannt, damit trocken und funktionieren ohne Mörtel. Dies reduziert die Trocknungszeit im Massivhaus erheblich - Ihrem schnellen Einzug ins Eigenheim steht nichts mehr im Weg. 
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